Tierische Mitarbeiter am Airport

Der Hannover Airport setzt sich nachhaltig und konsequent für einen verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt ein - und setzt dabei auf tierische Helfer.

Bienen helfen beim Biomonitoring. Schafe mähen den Rasen. Und die Mikroorganismen filtern die Abwässer der Start- und Landebahnen.

Und dann ist da noch Darcy, einer von 3 Zollhunden, die am Airport eingesetzt werden. Sie sucht nach Rauschgift. Ihrer Nase entgeht nichts und die Arbeit ist für die Hündin ein Riesenspaß.

 

 8.000 Menschen arbeiten am Hannover Airport. Was nur wenige wissen, hier trifft man auch zahlreiche tierische Mitarbeiter. Zugegeben, diese hier haben im Prinzip alle den gleichen Job, Honig produzieren. Doch die Airport Bienen erledigen nebenbei was richtig wichtiges, sie helfen beim sogenannten „Biomonitoring“: Schadstoffe in der Umwelt würden sich bei der Laboranalyse des Honigs zeigen.

O-Ton Bartin Becker, Airport-Imker: Das sind in etwa 180.000 Bienen, die hier rumfliegen. Und wir ernten dann den Honig. Und der Flughafen bekommt dann Proben von dem Honig. Und außerdem bekommt er auch noch andere Proben als Kontrollproben, als Vergleichsproben. Und so wird schon seit etlichen Jahren, über zehn Jahre, hier die Umwelt überwacht.

 

Die Arbeit MIT den Bienen ist kein Zuckerschlecken. Lieber auf Nummer sicher gehen und die Tiere ein bisschen einnebeln und damit beruhigen. Und wenn es nur der Kamerafrau zuliebe ist. Der wöchentliche Check zeigt - alles im Lot im Bienenvolk. Und schon sind die kleinen Flieger wieder unterwegs auf den Wiesen rund um den Airport.

 

O-Ton Martin Becker, Airport- Imker: Ja im Hochsommer Ende Juli Mitte Juli ist das Bienenjahr auch schon wieder ziemlich vorbei. Die Völker werden abgeerntet sie kriegen ihren Wintervorrat weil im Winterfliege ja keine Biene, da kann sie keinen Wintervorrat holen und unter 12 Grad fliegt per se keine Biene.

 

Die großen Flieger am Airport machen natürlich keine Winterpause, deshalb fängt IHRE Arbeit in der kalten Jahreszeit erst richtig an. Die Mikroorganismen in der Bodenfilteranlage. Okay, keine richtigen Tiere, aber jedes Lebewesen zählt oder? Die Kleinen filtern die Schadstoffe aus den Enteisungsmitteln.

 

O-Ton Wasserwirtschaftler „Also der Prozess der Bodenfilteranlage ist generell so, das Abwasser wird gesammelt auf der Start- und Landebahn. das Wasser kommt über Rohrleitungen hier zu uns auf die Anlage. Dann wird das Wasser zwischengespeichert in relativ großen Speicherbecken und aus diesen Speicherbecken wird dann die Bodenfilteranlage, also das eigentlich Filterbeet, wo wir hier stehen, beschickt.“

 

Das bedeutet täglich Futter für die Mikroorganismen. Die sitzen auf feuchtem Sand in etwa einem Meter Tiefe im Filterbeet und verwandeln das Enteisungsmittel in Kohlendioxid und Wasser. Die Qualität des Wassers, das am Ende in die Umwelt geleitet wird, ist sogar noch sauberer als bei herkömmlichen Abwässern. Die Grünpflege auf der Bodenfilteranlage ist normalerweise Aufgabe der Straßenwärter am Flughafen. Doch die sind bereits gut ausgelastet. Deshalb hatte ein Airport Mitarbeiter eine kluge Idee: tierische Rasenmäher.

 

O-Ton Günter Reiche, Schäfer „Ich war ganz angetan davon, von dem Projekt als solches, das Gras kurz zu halten um es alles zu pflegen und vor allem die Schrägen wo man zum Teil nicht ranfahren kann um auch die zu pflegen. So wird es genutzt. Auch als Landschaftspflege, es dient ja auch der Artenvielfalt.“

 

50 Schafe weiden derzeit auf den Flächen der Bodenfilteranlage. Und wenn es auf ein neues Areal geht, zeigt der Hund des Schäfers wo es lang geht. Schäferhunde sind kluge Tiere und können noch viel mehr. Darcy ist Zollhund am Hannover Airport. Und ein echtes Arbeitstier:

 

„Also die Hauptaufgaben für Darcy bestehen darin, dass sie das reinkom-menden und rausgehende Gepäck absucht nach Rauschgift. Genauso bei der Fracht. das heißt sie sucht reinkommende und rausgehende Warensendungen ab.“

Die Deutsche Schäferhündin ist 5 Jahre alt, 3 Jahre lang wurde sie für den Job ausgebildet.

O-Ton „Für die Rauschgiftsuche ist so ein Hund schon unheimlich wichtig. Man kann mit dem Hund viel mehr abarbeiten in dem Sinne, ich kann ein komplettes Flugzeug komplett das Reisegepäck was da auf dieser Maschine komplett abspüren.“

 

Zur Übung wird ein Rucksack mit Rauschgift versteckt. Darcy wittert es und zeigt das mit einem freeze – sie bewegt sich nicht mehr. Als Zollhund macht sie 9 h Dienst wie jeder andere Beamte - natürlich braucht sie beim schnüffeln auch genügend Pausen.

 

„Es macht unheimlich viel Freude mit dem Hund zu arbeiten und der Hund gibt einem auch dementsprechend die Freude zurück an dieser Arbeit. Und der Hund lebt ja auch mit bei mir in der Familie, ja wir sind ein richtig gutes Team.“

 

Obwohl alle tierischen Mitarbeiter eigentlich nur ihren natürlichen Ins-tinkten folgen sind sie für den tagtäglichen Ablauf am Hannover Airport eine wahre Hilfe.

Übrigens: den leckeren Honig der Airport Bienen kann man sogar im Erlebnis-Shop erwerben. Im Frühjahr schmeckt er nach Raps und Obstblüte und im Sommer nach Wildblumen. Allerdings gibt es denn Honig nur in begrenzter Zahl. Bienen wollen ja auch mal Urlaub machen.

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